Das Campamento Ecologico Ya-KooIn Santa Elena de Uairén in Venezuela

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© Eckbert Heinenberg

Ya-Koo


Als die Zeit um war, mussten wir also ans Weiterkommen denken. Harry holte uns einen Tag vor dem Flugtermin ab (wir hatten den Flug nach der Ankunft in Sta Elena geich reserviert), so dass wir eine Nacht in Santa Elena verbringen mussten. Das ist unbedingt erforderlich, weil man nie weiß, ob man wirklich durchkommt. Ein tropischer Regen kann die Straße innerhalb von weniger als einer Stunde unpassierbar machen, wie das Bild auf der vorherigen Seite zeigt.

Hier geht es in die Einfahrt von Yakoo hinein
Das Schild an der Einfahrt des
Campamento Ecologico Ya-koo
 
   
Sabine und Alfonso empfahlen uns die Übernachtung in "Ya-Koo". Wir können uns dieser Empfehlung nur anschließen. Das "Campamento Ecologico Ya-Koo", so der vollständige Name, hat einen gehobenen Standard, eine hervorragende Küche und ist rundum top gepflegt und sehr ansprechend gestaltet. Die Gäste wohnen in gemütlich eingerichteten und komfortablen Cabanas. Eine wirklich gute Adresse in diesem Teil von Venezuela, die sicher auch den Ansprüchen von solchen Reisenden gerecht wird, die einfache Unterkünfte eher meiden. Natürlich bietet sich Ya-Koo auch für einen längeren Aufenthalt an. Für einen kurzen Zwischenstopp ist es eigentlich viel zu schade, denn man kann auch von hier aus die Naturschönheiten der Gran Sabana ausgiebig kennen lernen und genießen.
   
In und um das Campamento Ecologico Ya-koo
 
So sieht es aus in Ya-koo.
Es strahlt alles Harmonie aus.
Mouseover: Blick in die Umgebung
Aber wir hatten es nun so vorgeplant und konnten unsere anderen Buchungen nicht einfach über den Haufen schmeißen. Die Inhaber sind - na, wer ahnt es? - ein deutsch-venezolanisches Ehepaar: Ciomara & Manfred Frischeisen.

Man kann Ya-Koo und Cantarana natürlich nicht miteinander vergleichen, so wenig wie Äpfel mit Birnen. Jedes ist in seiner Art etwas Besonderes.

Manfred Frischeisen hat uns am nächsten Tag zum Flughafen gebracht. Zum Glück blieb er noch ein bisschen da und half uns beim Buchen.

   
2 Tukane bei Ya-koo. Schade,
dass sie so weit weg waren.
 

Plötzlich kam ein Beamter von der Guardia und durchsuchte tatsächlich unser Gepäck! Ich weiß nicht, wonach er suchte, aber die Unterhaltung mit diesem Typen wäre ohne die Vermittlung von Manfred sicher schwieriger verlaufen. Er übersetzte geduldig alle Fragen und Antworten. Wir sind ihm immer noch dankbar für all seine Hilfsbereitschaft beim Organisieren und auch in diesem Fall. Der Beamte wollte jedenfalls kein Wort Englisch verstehen können und wirkte absolut abweisend und unzugänglich. Da ist man von der Polizei zu Hause doch einen ganz anderen Umgang gewöhnt, wenn man mal in eine Verkehrskontrolle kommt. Auch deutsche Zollbeamte unterscheiden sich gleichermaßen positiv von ihren Kollegen dort drüben in Venezuela.

Zu den Kontrollen der Guardia hatten wir schon in Deutschland das eine oder andere gehört. Auch in Venezuela kam noch manches dazu. Früher muss es ganz schlimm gewesen sein, denn die Guardias sollen zum Teil Verbrecher in Uniform gewesen sein (!?sind's manche noch immer?!), die sich schamlos aneigneten, was sie bei den Kontrollierten fanden und gebrauchen konnten. Da wir dies wussten, war uns die Kontrolle natürlich besonders zuwider. Aber dieser Beamte machte offenbar nur seinen Job; trotzdem - mir waren er und sein Tun und Ton äußerst unsympathisch und wir waren froh über die Vermittlung durch Manfred Frischeisen.

Die Karte von Manfred Freischeisen, Inhaber des Campamento Ecologico Ya-koo
Mouseover zur Rückkseite der Karte,
Klick zur Webseite von Ya-Koo

Santa Elena de Uairén
 
Bei der Durchfahrt durch
Santa Elena de Uairén

Heutzutage gibt es übrigens eine Hotline in Caracas, die damals (Sommer 2000) gerade ein halbes Jahr in Betrieb war, über die man sich beschweren kann, wenn die Guardia einen schlecht behandelt. Sie wurde vom derzeitigen Präsidenten Hugo Chaves eingerichtet und hatte bereits eine deutliche Besserung bewirkt. Nachtrag 2007: Wie sich die Lage in Venezuela durch die jüngsten Entwicklungen für die Touristen und natürlich auch für die Einheimischen verändert, bleibt noch abzuwarten. Im Grunde haben die Reformen, die Präsident Chaves begonnen hat, ja absolut positive Ziele, was die soziale Gerechtigkeit in Venezuela angeht. Über die Methoden das Vorgehens möchte ich mich nicht äußern, denn ich kann das nicht beurteilen. Ich bin jedoch sicher, dass manches, was mir vielleicht weniger sympatisch erscheint, den Verhältnissen des Landes durchaus angepasst sein kann. Venezuela ist nicht Deutschland, das darf man nicht vergessen.

Yakoo zählt also in jeder Hinsicht zu den positiven Erinnerungen, wogegen wir dem Ort Santa Elena gar nichts abgewinnen konnten. Aber mir geht das wohl bei allen Städten und Dörfern auf der Welt so: ich bin immer froh, wenn ich draußen bin und keine Häuser, keine Straßen und keine Menschen sehen muss. Es gibt aber sicher auch Leute, die gern mal in solchen Städtchen wie Santa Lena sind. Auf einen Westeuropa-Gewohnten ist Fremdartigkeit garantiert. Es heißt, man könne dort ganz besonders günstig Gold kaufen, was zu tun, mir aus bereits genannten Gründen ganz bestimmt nicht einfallen kann.

Ebenfalls nicht schön ist, was wir zu den Verhältnissen dort hörten: etwa, dass man sein eigenes Haus noch nicht einmal für ein paar Wochen allein lassen kann. Denn dann hat es meist jemand anderes bezogen und betrachtet es allen Ernstes als sein Eigentum!!!

 


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