Die Gran Sabana im Süden Venezuelas besitzt die unterschiedlichsten ReizeDie Gran Sabana ist eine Steppen-Landschft mit einigen Bergen und Waldstücken

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© Eckbert Heinenberg

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Dann ging's also weiter Richtung Santa Elena de Uairén.

Der Flug führte erst nach Puerto Ordaz, dann nach Canaima und von dort nach Sta Elena. Jedesmal mussten wir das Flugzeug wechseln; der Pilot blieb uns allerdings erhalten, er stieg immer mit um. Die Maschinen waren fast identisch: uralte DC3s, Hauptfahrwerk unter dem vorderen Drittel, ein kleines Rad hinten. Drinnen läuft man beim Einsteigen bergauf. Bei jeder Maschine schepperte was anderes, oder ich konnte zusehen, wie während des Fluges Motoröl austrat und in dünnen Rinnsalen auf der Oberseite der Tragfläche nach hinten wehte...

Es waren tolle Flüge in geringer Höhe, über den riesigen Guri-Stausee, über Llanos, Farmland und endlose Regenwälder, vorbei an den Tepuis (Tafelbergen), zum Teil unterhalb der Gipfelhöhe durch die Täler, schließlich über die Gran Sabana bis Sta Elena.

Ein Tepui mit typischem Wasserfall
Rand eines Tepuis
 
   

Dort wartete Harry auf uns, ein Amerikaner, der seit Jahren dort lebt und mit seinem Toyota-Jeep ständig auf der Strecke zwischen Santa Elena und Icabarù unterwegs ist, um Leute und Sachen zu transportieren. Wieder Glück gehabt, denn Harry spricht natürlich Englisch! Er hat uns dann später auch noch ein bisschen was gezeigt.

Erstmal kam das Gepäck aufs Dach und wir fuhren los.

Aber nach kurzer Zeit bog Harry ab in ein Indiodorf. Es stellte sich heraus, dass wir nicht die einzigen Fahrgäste bleiben sollten: eine ganze Sippschaft Indios mit Kind und Kegel und dem Hausrat sollte auch noch mit!

Per Jeep durch die Gran Sabana
 
Harry belädt seinen Toyota-Geländewagen
Mouseover: Hier sind wir unterwegs
   
Wir waren schließlich elf Personen, davon 4 Kinder und jede Menge Gepäck. Das Auto war dafür natürlich nicht gedacht, und so mussten meine Ursula und ich uns für die restlichen 6 Stunden mit einem Vordersitz des Toyota begnügen, der als Doppelsitz galt, aber nicht mal zwei kleinen Japanern Platz genug geboten hätte. Für mich mit meinen 2 Metern war das nicht so prall, aber auf jeden Fall was Neues. Zum Glück konnten wir unterwegs anlässlich einiger Pannen auch mal ein Stündchen zu Fuß gehen!

Die Straße war erst eine ganz normale Schotterpiste. Aber nach einiger Zeit wurde sie immer schlechter, und auf dem größten Teil der Strecke war der Zustand geradezu unvorstellbar:

Erosion extrem: Das Loch ist die Straße!
Ein Bespiel für die Erosion auf der "Straße"
 
   

metertiefe Erosion mitten auf der Fahrbahn, befahrbar nur im Schritttempo, mit PKWs unpassierbar! Wir brauchten schließlich 7 Stunden für 100km.

Irgendwann nach 22.00 Uhr kamen wir auf Cantarana an. Harry wollte erst "seine" Indios (er ist mit einer Indiofrau verheiratet) noch ein Stück weiter bringen und dann mit unserem Gepäck, das sich unter dem ihren befand, zurückkommen. Ein folgenschwerer Fehler: Ein Handgepäckstück fiel mit anderen Sachen auf seiner Rückfahrt vom Autodach.

Drin war unter anderem unserer Fotoapparat!

Kaputt! Unbrauchbar!

Von der ganzen Reise haben wir kein einziges Foto!

 
Diese Baumbrücke führte über einen
etwa vier Meter breiten Graben
   
Zum Glück hatte ich meine Videokamera bei mir und fast alle Venezuela-Bilder auf dieser HP stammen aus den Videoaufnahmen. Daher ist die Qualität nicht immer dieselbe wie von Fotos. Daneben habe ich wegen dieses Missgeschicks einige wenige Aufnahmen eingefügt, die von anderen stammen, aber durchaus die Eindrücke wiedergeben, die ich selbst in Erinnerung habe. Diese Bilder und die Lizenzinformationen dafür, dass ich sie hier verwenden darf, sind im Impressum im Einzelnen aufgeführt.

Harry war die ganze Sache natürlich mehr als unangenehm. Er hat uns aber für das Missgeschick entschädigt, so etwas war ihm noch nie passiert. Er gilt sicher zu Recht überall als zuverlässig und umsichtig. Wir brauchten ihm keinen Cent bezahlen, auch nicht für die Rückfahrt und die Extratour, die er mit uns machte. Bei unseren weiteren Flug- und Hotelbuchungen war er ebenfalls sehr hilfsbereit und hat uns einige Umständlichkeiten erspart.

 


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